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Hochschullehrer/innen-Tag

Vernetzen, voneinander lernen und gegenseitig inspirieren

Das ist die Idee des Hochschullehrer/-innen-Tags des BVM. Im Gegensatz zum früheren Instituts- oder Firmenalltag sind viele Hochschullehrende hinsichtlich vielfältiger Herausforderungen – von der fachlich und didaktisch guten Lehre über die Akquise von externen Projekten und Geldern bis hin zur Etablierung von Forschungslaboren – ziemlich auf sich alleine gestellt.

Der virtuelle Hochschullehrer/innen Tag des BVM bietet die Möglichkeit, andere Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen und sich mit Menschen auszutauschen, denen genau diese Herausforderungen bestens bekannt sind.

Die 4. Auflage Hochschullehrer/innentag des BVM am 17.09.2026 - ein voller Erfolg! Jede Menge Inspiration und gute Vibes in einem kompakten Rahmen. 
Hier bekommen Sie einen Rückblick auf das Programm, das in diesem Jahr unter dem Motto „Zwischen Daten, Didaktik und Digitalisierung“ stand.

Den Auftakt machte BVM-Vorstand Christian Thunig. Er skizzierte die vielfältigen Aktivitäten des BVM, die sehr oft im direkten Austausch mit der Wissenschaft stehen und warb in diesem Zusammenhang für einen noch stärkeren Schulterschluss von Verband und Akademia.

Dr. Carolin Kaiser vom Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) ging in ihrer Keynote der Frage nach, wie viel Wahrheit in synthetischen Befragten steckt. Für die breite Masse durchaus schon sehr viel, für Nischen und besondere Fälle aber viel weniger. In der Diskussion wurde die „Externe Wahrheit“ angeführt, die für die Beurteilung von synthetischen Befragten durchaus hilfreich wäre - aber nicht immer, z.B. in Form von Verhaltensdaten, verfügbar ist. 

Anschließend stellte Claudia Cramer von Statista+ ihre beeindruckende synthetische Population mit über 80 Mio. Individuen vor. Dies stießt auf hohes Interesse bei den Teilnehmenden, lassen sich doch mit einem solchen Datensatz jede Menge Marktforschungsfragen beantworten.

Zum Abschluss des ersten Teils präsentierten Claire Dengler und Thomas Krombach von mindline ihre Plattform AIDVISOR. Dort werden ausgewählte KI-Tools nach einem objektiven Schema bewertet, was den Durchblick im „Tool-Dschungel“ ungemein erleichtert. Highlights waren Einblicke in den Projektalltag und den Einsatz von KI Personas inklusive Videointerview.

Der zweite Teil widmete sich dann dem Lehrgeschehen an Unis und Hochschulen. Einleitend stellte Prof. Dr. Henning Schröder von der Hochschule Hof die Ergebnisse der kurzen Teilnehmerbefragung zu Survey Software und KI Nutzung vor. Interessante Erkenntnis: auch wenn es Tools an den Hochschulen gibt, die dort lizenziert sind und deren Einsatz empfohlen wird, verwenden trotzdem viele Kolleg/innen auch alternative Werkzeuge. Weiterhin kam klar zum Ausdruck, dass die überwiegende Mehrzahl der Kolleginnen und Kollegen ihre Studierenden zur KI Nutzung ermuntert.

Dies griff Prof. Dr. René Peinl, ebenfalls Hochschule Hof auf und stellte generative KI Systeme für den Hochschulkontext vor, die ohne die großen Player auskommen. Dies ist an der HS Hof gelebte IT-Realität. Gleichzeitig wurde deutlich, dass seine Wahrnehmung, dass vielen Studierenden der Abschluss weitaus wichtiger ist als das eigentliche Lernen bis zum Abschluss, auf große Zustimmung stieß. 

Zum Abschluss inspirierte Prof. Dr. Markus Westner von der OTH Regensburg die Zuhörenden mit innovativen Prüfungsformaten. Relativ engmaschige Selbstdokumentation in Form von Diaries sowie Präsentationen, bei denen die anschließenden Fragen im Vordergrund stehen, scheinen eine Möglichkeit zu sein, auch im KI-Zeitalter eine echte Lernerfahrung zu ermöglichen.

Das Organisationsteam Prof. Dr. Matthias Fank, Prof. Dr. Hariet Köstner und Prof. Dr. Henning Schröder freut sich schon auf das nächste Mal: am 16. September 2027 steht der 5. Hochschullehrer/innen-Tag auf dem Programm!

Hochschullehrer/innen-Tag

Nächster Termin:
Donnerstag, 16.09.2027, online