Wie KI, DIY und Stakeholder-Management den Alltag betrieblicher Marktforschender prägen
Eine Online-Studie von Prof. Dr. Matthias Fank (Technische Hochschule Köln) in Zusammenarbeit mit dem BVM und Vorstandsmitglied Dr. Kai Bruns zeigt, wie sich die Rolle betrieblicher Marktforschenden konkret verändert – und welche Kompetenzen in Unternehmen heute wirklich gefragt sind. Grundlage ist eine quantitative Befragung mit 217 betrieblichen Marktforschern, die überwiegend 33 geschlossene Fragen auf einer Skala von 0 bis 10 beantwortet haben.
Künstliche Intelligenz ist längst im Berufsalltag angekommen: Für rund 40 Prozent der Teilnehmenden macht KI bereits 20 bis 30 Prozent der täglichen Arbeit aus, während nur knapp zwei Prozent angeben, von KI derzeit noch nicht betroffen zu sein. Gleichzeitig bleibt die Rolle als interner Sparringspartner essenziell: Der Austausch mit Stakeholdern ist nach der Datenauswertung der zweitwichtigste Tätigkeitsbereich und steht für 27,56 Prozent der Aktivitäten.
Stark sichtbar ist zudem der anhaltende Do-it-yourself-Trend in der betrieblichen Marktforschung: 80 Prozent der Befragten bestätigen, dass es immer verbreiteter wird, Studien selbst durchzuführen – ein Bild, das sich auch in anderen Branchenbefragungen wiederfindet. In der Zusammenarbeit mit Instituten fokussieren sich betriebliche Marktforscher meist auf einen Kern von zwei bis fünf Partnern, mit denen sie überwiegend langfristig kooperieren.
Die Studie bietet damit ein differenziertes Bild des Berufsalltags in der betrieblichen Marktforschung: Sie zeigt, wie KI, interne Forschungskapazitäten und Stakeholder-Management zusammenspielen – und welche fachlichen, methodischen und kommunikativen Kompetenzen betriebliche Marktforschende künftig benötigen, um in ihren Unternehmen wirksam zu bleiben.
Viele weitere Zahlen aus der Befragung und das komplette Erhebungsdesign (PDF)


