Dialog zwischen FAMS und Marktforschungsbranche ist zentral

Von Dr. Jörg Maas
Von Dr. Jörg MaasVeränderte Bedürfnisse von Young Professionals, Fachkräftemangel sowie aktuelle Herausforderungen durch neue technologische Entwicklungen: Damit müssen Institute und Dienstleister umgehen. Der Austausch mit dem Nachwuchs könnte daher aktuell kaum wichtiger sein. Junge Menschen in der Ausbildung zur/zum Fachangestellten in der Marktund Sozialforschung (FAMS) haben es auf der succeet vorgemacht, wie fruchtbar der Dialog sein kann.
Knapp dreißig Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung (FAMS) aus allen drei Jahrgangsstufen des Kölner Joseph-DuMont-Berufskollegs besuchten die diesjährige Marktforschungsmesse succeet in Wiesbaden. Auf diesem Marktplatz konnten die Schülerinnen und Schüler Stände der verschiedenen Unternehmen der Branche besuchen: von Full-Service-Instituten über Panelanbieter und Teststudios bis hin zu Anbietern apparativer Beobachtungsverfahren.
Warum ist das so wichtig? Der Dialog zwischen den Betrieben und dem zukünftigen Nachwuchs ist zentral. Unternehmen lernen, auf was es den jungen Menschen, die eine immer rarere Ressource werden, ankommt. Die Auszubildenden bekommen auf der anderen Seite ein noch besseres Gefühl für die Disziplin und natürlich die Branche. Insofern war es als begleitende Lehrkraft äußerst erfreulich zu beobachten, mit welchem Engagement und Selbstbewusstsein die Teilnehmenden die Messe erkundeten, sich den Ausstellern präsentierten und an den Ständen der Verbände ADM und BVM sowohl für ein Branchenfoto als auch für Beratungsgespräche zur Verfügung standen.
Parallel dazu boten die Aussteller Vorträge zu diversen Anwendungsfeldern, Methoden und beforschten Schwerpunktbranchen an, die die Schülerinnen und Schüler je nach Interessengebieten besuchten. Die Teilnahmen wurden im Unterricht entsprechend nachbearbeitet. Ein zentrales Thema war natürlich Künstliche Intelligenz (KI) in der Marktforschung, wozu die Abschlussklasse Ende Dezember zudem ihr Schulprojekt abgeschlossen hatte.
FAMS auf der Bühne
Ein Highlight war der zwanzigminütige Vortrag der FAMS auf der Open Stage der succeet. Hier wurden die klaren Aktivpunkte der Ausbildung präsentiert:
Die duale Ausbildung zum FAMS bietet eine fundierte Grundlage für eine Karriere in der Markt- und Sozialforschung. Neben theoretischen Inhalten an der Berufsschule ermöglicht sie praktische Erfahrungen in renommierten Ausbildungsbetrieben. Besonders spannend waren in diesem Kontext Erfahrungsberichte von FAMS-Auszubildenden aus Instituten wie (r)evolution in Bonn und pharma-insight in Solingen sowie vom Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB), die einen authentischen Einblick in den Berufsalltag gaben.
Im digitalen Zeitalter stehen Fachkompetenzen wie Datenanalyse, digitale Technologien und Agilität im Fokus. Und nicht zuletzt: Ganz zentral innerhalb der schulischen Ausbildung am Joseph-DuMont-Berufskolleg ist das empirische Projekt, mit dem die Schule bereits dreimal den Preis „Best of FAMS“ der Markt- und Sozialforschungsverbände gewonnen hat. Unsere Projekte zeigen immer wieder eindrucksvoll die praxisorientierte und innovative Ausrichtung der Ausbildung.
FAMS als wichtiger Impulsgeber
Resümierend kann man sagen, dass dank des engagierten Einsatzes und des Kurzvortrags der FAMS auf der Open Stage mehrere Marktforschungsinstitute gewonnen werden konnten, die künftig an einer Ausbildung interessiert sind. Es war also in diesem Jahr wieder eine Winwin-Situation und bedeutet einen echten Mehrwert für die Branche.
Daher freuen wir uns, auch im kommenden Jahr erneut die Gelegenheit zu erhalten, einen umfassenden Marktüberblick zu gewinnen, potenzielle (zukünftige?) Kolleginnen und Kollegen kennenzulernen sowie wertvolle Kontakte zu knüpfen. Unser herzlicher Dank gilt den Veranstaltern der succeet für die Einladung und die kostenfreien Eintrittskarten sowie unseren Ausbildungsbetrieben für die Freistellung der Schülerinnen und Schüler und die Übernahme der Reisekosten.
