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Runder Tisch der Marktforschung mit Jane Frost, CEO der Market Research Society (MRS) 16.09.2013 / Verbandsnews / Dr. Michael Bartl und Dr. Raimund Wildner

Am 3. September trafen sich Vertreter der deutschen Marktforschungsbranche mit Jane Frost, CEO des weltgrößten Marktforschungsverbandes MRS, in einem traditionell bayerischen Lokal in München. Ziel des Runden Tisches war es, sich zu den Herausforderungen der Marktforschungsbranche über die nationalen Grenzen hinaus auszutauschen und voneinander zu lernen.

Neben Herrn Hartmut Scheffler (TNS, ADM), Jonathan Gable (BrainJuicer) und Edward Appleton (Avery Zweckform) waren auch die beiden BVM-Vorstände Dr. Michael Bartl (HYVE) und Prof. Raimund Wildner (GfK Verein) mit von der Partie.

Auch wenn sich Historie und Struktur der Marktforschungslandschaft in Deutschland und UK maßgeblich unterscheiden, so gibt es doch sehr ähnliche Herausforderungen, um die Zukunft zu meistern. Am besten ist das vielleicht umschrieben mit “Shock of the New”, wie Jane Frost die MRS Jahreskonferenz 2013 betitelte.

Für uns deutsche Marktforscher war besonders interessant zu erfahren, mit welchen Aktivitäten die Market Research Society den Umbrüchen in der Branche begegnet. Hier einige Erkenntnisse von unseren Nachbarn aus UK:

  • Auf sich aufmerksam machen: Marktforschung gewinnt dann an Einfluss, wenn die Errungenschaften sichtbar gemacht werden. Neben einem neuen Außenauftritt wurde bei der MRS viel Zeit und Mühe in Networking und persönliche Gespräche mit einflussreichen Entscheidungsträgern aus Industrie und Politik gesteckt.
  • Selbstbewusstsein ausstrahlen: Marktforschung trägt signifikant zu der wirtschaftlichen Entwicklung in ihrer Gesamtheit bei – geschätzte 3 Milliarden Pfund in UK. Der Dienstleistungssektor lässt Zahlen für sich sprechen.
  • Qualitätsstandards: “Fair Data” als die UK MRS Initiative zur Sicherung von Qualiätsstandards bei der Datensammlung verleiht der Branche einen klaren USP. Dies gilt insbesondere für Industrievertreter und immer einflussreichere Senior IT Manager, die Marktforscher bisher nur als “Spezialisten” gesehen haben.
  • Die Offensive stärken: Ein Team funktioniert nur dann sehr gut, wenn sowohl Defensive als auch Offensive gut besetzt sind. Qualitätsstandards, wissenschaftliche Herangehensweise, rechtliche Privilegien und methodische Kompetenz geben einen starken Rückhalt. Kombiniert mit einem guten Angriff in Form der Offenheit gegenüber Ansätzen der New Market Research, öffentlichkeitswirksamen Imageinitiativen und Vernetzung in die Managementkreise entsteht ein starkes Team.

Insgesamt ein rundum gelungener Abend und eine Diskussion mit Argumenten und Erkenntnissen, die wichtige Bausteine für einen Weg in die Zukunft bieten.

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