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Regionalabend Rhein-Ruhr: Welcome to the Jungle: Zielgruppen verstehen und mobiles Marketing optimieren 15.08.2019 / Verbandsnews / Constanze Götz, Regionalleitung Rhein-Ruhr

Beim Regionalabend der Regionalgruppe Rhein-Ruhr am 2. Juli 2019 stellte Florian Passlick, eye square GmbH, die Ergebnisse verschiedener Studien zur Mediennutzung im Sinne von „Welcome to the Jungle“ vor: „Mobile Lifestyle 2018“, „Snapchat Case Study“, „eye square Benchmark Interaction Report Social Media“ sind nur einige Beispiele. Diese zeigen nicht nur wie Menschen Social Media vor allem mit dem Smartphone nutzen sondern auch die Implikationen für Marketingstrategien.

Das Set-Up: Mit Multi-Screening Around the World sind hier auch Ergebnisse von Facebook aus über 500 Wohnzimmerbesuchen in sechs Ländern enthalten. Dabei handelt es sich um eine einzigartige Kombination aus HD-Eye Tracking, Content-Aufzeichnung und dessen Codierung mit der in 544 Haushalten von Facebook-Nutzern in verschiedenen Situationen das Verhalten getrackt wird. So sind auch die Inhalte auf den Screens der Nutzer zu sehen. Der Vorteil ist unter anderem, dass schwer zu beantwortende Fragen der stark fragmentierten, schnellen und komplexen Mediennutzung somit gemessen werden können. Unauffällige Aufnahmen sowie ein einfaches technisches Set-Up bilden das natürliche Sehverhalten ab. Dabei wird auch der mit 40 Gramm leichteste Eye Tracker der Welt eingesetzt.

Die Ergebnisse: Die Zuschauer schauen durchschnittlich gut ein Viertel der Zeit während des Fernsehens auf ihr Smartphone – in Werbepausen sogar circa 55 Prozent der Zeit. Die Top 5-Apps auf dem Smartphone in Deutschland während des Fernsehens sind an erster Stelle der Browser, gefolgt von Facebook, WhatsApp, Instragram und Amazon. Die Ergebnisse in den insgesamt sechs Ländern USA, UK, Deutschland, Frankreich, Brasilien und Indonesien variieren zwar, aber an erster Stelle ist immer Facebook oder der Browser. Der Referent geht dabei auch auf die soziodemographische Struktur der „Dschungel-Bewohner“ im Sinn von App-Nutzern ein: Während Facebook und Twitter ähnliche Verteilungen über alle Altersgruppen zeigt, sind Instagram und Twitter deutlich jünger: 74 Prozent der 18- bis 30-Jährigen nutzt Instagram. Bei Snapchat sind dies 57 Prozent. Instagram hat damit die gleich hohe Reichweite wie Facebook in dieser Altersgruppe. Insgesamt nutzen sowohl Facebook als auch Instagram 47 Prozent aller Befragten. Die Studien vergleichen die Apps mit Bildern und bezeichnen zum Beispiel das jüngere Instagram als Schaufensterbummel und das ältere Facebook als Zeitunglesen.

Die Implikationen: Die Herausforderung für die Werbetreibenden besteht in der schnellen, teils abgelenkten und unkonzentrierten Interaktion. Damit ist sie aber auch eine Chance vieler sehr persönlicher Kontaktpunkte mit impliziter Wirkung.

Im Anschluss an den Vortrag wurden Diskussion und Networking mit einigen Teilnehmern im Vietnamesischen Restaurant in der Nähe des Veranstaltungsraums weitergeführt.

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