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Agiles Arbeiten in der Marktforschung: Möglichkeiten und Grenzen im Forschungsalltag 28.01.2019 / Branchennews / Dr. Barbara Lang, Regionalleitung Berlin-Brandenburg

Was verbirgt sich hinter dem Stichwort „Agile“? Buzzword oder doch neuer Impuls für unsere Branche? Und wie können wir agiles Arbeiten in unserem Arbeitsalltag beherzigen und umsetzen? Das waren die Fragen, denen sich Henner Förstel, Geschäftsführer von MANUFACTS in Köln, auf dem BVM-Regionalabend am 28. Januar 2019 in Berlin gestellt hat.

Rund 40 Zuhörer hatten sich zum Vortrag eingefunden – das Thema ist also nach wie vor bzw. mehr denn je hochaktuell. Die Diskussion über agiles Arbeiten hat ja längst Einzug in die Marktforschungs-Community gehalten. Allerdings, so zeigte Henner Förstel, wird unter dem Begriff sehr unterschiedliches subsumiert. Mal geht es einfach um „schnelles“ Arbeiten, mal um Do-it-yourself-Tools, die agiles Arbeiten erleichtern bzw. unterstützen, und schließlich geht es auch um ein bestimmtes Mind-Set: um eine Herangehensweise, die insbesondere bei Innovationsprojekten, agiles, iteratives Vorgehen verfolgt.

Mit anschaulichen Beispielen aus der Praxis und anhand konkreter Projekte illustrierte Henner Förstel, was genau unter agilem Arbeiten in seiner ursprünglichen Definition verstanden wird und wie sich diese Denkweise und Form des Projektmanagements erfolgreich auf die Marktforschung übertragen lässt.

Mit seinem lebendigen Vortrag hat Henner Förstel zudem zu einer engagierten Diskussion angeregt: Wie könnte ein Manifest der agilen Marktforschung aussehen? Sollten wir Insights über Methoden-Diskussionen stellen? Weniger Zeit auf lange Powerpoint-Reports und dafür mehr in die Diskussion des ‚So what‘ investieren? Anhand der Reaktionen im Publikum wurde deutlich: Marktforschung ist inzwischen sehr breit aufgestellt, und es geht für uns daher nicht mehr um ein Entweder-oder, sondern längst um das Sowohl-als-auch. Jedenfalls können Marktforscherinnen und Marktforscher den agilen Werkzeugkasten benutzen, ohne Kompromisse in der Qualität der Forschungsergebnisse in Kauf zu nehmen, so das Fazit des Abends.

 

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