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Nominierungen Nachwuchsforscher 2019

Kategorie Dissertation

Nominierungen in alphabetischer Reihenfolge

 

Dr. Jessica M. E. Herzing

Universität Mannheim

„The impact of technological change on survey nonresponse and measurement”

Einreichung auf Vorschlag von: Prof. Dr. Annelies G. Blom

Die Dissertation beschäftigt sich mit dem Ungleichgewicht zwischen technischem Fortschritt und menschlicher Anpassung an die Technik im Rahmen der Umfrageforschung. Hierzu betrachtet sie Zusammenhänge zwischen Umfragedesigns und verschiedenen Befragtengruppen und untersucht die Messqualität und Benutzerfreundlichkeit moderner Messinstrumente. Zusammenfassend stellt sie fest, dass gegenwärtig die unterschiedliche Anpassung der Befragten an den technologischen Wandel eine Herausforderung für Umfragepraktiker darstellt.

 

Dr. Katja Rudolph

Handelshochschule Leipzig

Akzeptanz ökologischer Produktalternativen - Eine schema-theoretische Betrachtung mithilfe impliziter und experimenteller Testverfahren

Einreichung auf Vorschlag von: Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg

Die Arbeit untersucht anhand der Schematheorie, wie die Vermarktung von ökologischen Produktalternativen optimiert und die konsumentenseitige Akzeptanz im Sinne des Umweltschutzes erhöht werden kann. Der methodische Ansatz besteht aus einem Implicit Association Test, einer Befragung und einem Online-Experiment. Die Ergebnisse der Arbeit bestätigen die Wirkung von Schemainkongruenz auf die Akzeptanz von ökologischen Produktalternativen. Basierend darauf werden Implikationen für die Vermarktung ökologischer Produkte abgeleitet.

 

Dr. Samuel Stäbler

Universität Köln

Three Essays on the Positive and Negative Consequences of Corporate Social Responsibility and Irresponsibility

Einreichung auf Vorschlag von: Prof. Dr. Marc Fischer

Die kumulative Dissertation besteht aus drei Artikeln. Der erste Artikel beschäftigt sich mit der Frage inwieweit Redakteure und ihre Journalisten die Berichterstattung von unternehmerischem Fehlverhalten „verzerren“. Grundlage der Studie ist ein umfangreicher Datensatz mit 1,054 Krisenereignissen und 77 führenden Medien aus fünf Ländern. Mithilfe eines ökonometrischen Models kann der Autor bispielsweise zeigen, dass die Berichterstattung durch Werbepartnerschaften der Medien mit Unternehmen verzerrt wird. Der zweite Artikel beschäftigt sich mit den länderspezifischen Auswirkungen dieser Krisenereignisse auf Konsumenten und Investoren. Der dritte Artikel analysiert die Auswirkungen von positiven CSR-Aktivitäten.

 

Kategorie Masterarbeit

Nominierungen in alphabetischer Reihenfolge

Melanie Bender, M. Sc.

RFH Rheinische Fachhochschule

Der Einfluss von Produktpräsentationen im Onlinekontext auf die Produkteinschätzung von Konsumenten

Einreichung auf Vorschlag von: Prof. Dr. Christian Bosau

Wie können Lebensmittel im Onlineshop lebendiger und greifbarer für die Konsumenten dargestellt werden? Mittels einer experimentellen Online-Studie (N= 500, REWE Payback Online Panel) sind u.a. drei verschiedene Produktpräsentationsformen (Foto vs. Embodiment (Produkt in der Hand) vs. 360-Grad-Rotation) bei einem Apfel und Nudeln getestet worden. Die Ergebnisse zeigen, dass bei der Produkteinschätzung die 360-Grad-Rotation signifikant am besten von allen Darstellungsformen wirkt – besonders dann, wenn selbst an den Produkten gedreht worden ist.

 

Philip Höcker, M. Sc.

Universität Duisburg-Essen

Sensitivität und Spezifität statistischer Methoden zur Identifikation von Interviewerfälschungen

Eingereicht durch: Prof. Dr. Rainer Schnell

Diese Arbeit liefert eine umfassende Übersicht über die in der Literatur vorgeschlagenen (statistischen) Methoden zur Identifikation von Interviewerfälschungen. Um diese auf ihre Wirksamkeit zu testen, wird die Sensitivität und Spezifität der Methoden überprüft, wobei Simulationen und ein Experiment zum Einsatz kommen. Die Ergebnisse zeigen ein durchwachsenes Bild und deuten darauf hin, dass die vorgeschlagenen Methoden als alleiniges Kontrollinstrument nicht sehr gut geeignet sind, jedoch einen Nutzen haben könnten, eine Vorauswahl von Interviewern zu treffen, deren Arbeit gesondert überprüft wird.

 

Vera Zanger, M. Sc.

Westfälische Wilhelms-Universität Münster

Measuring Willingness to Pay for Innovations – Which Method Should Be Used in Which Context?

Einreichung auf Vorschlag von: Prof. Dr. Manfred Krafft

To reveal which WTP estimation method is most suitable to price an innovation, a five-part study is set up  in  which  the  four  most  frequently  applied  hypothetical  WTP  estimation  methods  –  open-ended question format, price sensitivity meter, Gabor-Granger method, and choice-based conjoint analysis – are compared and ordered according to their ability in estimating real WTP. Results indicate that all four methods tend to overestimate. In addition, the study  investigates  whether customer-specific context factors such as customers’ degree of innovativeness affect the accuracy of WTP estimation methods.
Findings imply that circumstances framing pricing studies determine the adequacy of WTP estimation methods.