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Die Grundlage für anregende Diskussionen legte Dr. Thomas Kühn von der Universität UENF in Rio de Janeiro, der in seinem Einstiegsreferat einen Überblick über die historische Entwicklung und die wichtigsten Grundströmungen der qualitativen Forschung gab. Im Anschluss daran ging es ins Detail: Experten stellten kognitionspsychologische (Franz Liebel), psychodynamische (Prof. Dr. Gert Gutjahr) und morphologische (Stephan Grünewald) Forschungsschulen vor. Nach der Mittagspause standen semiologische, ethnologische (Dr. Christine Woesler de Panafieu) sowie systemische (Petra Fetzer) Ansätze der Marktforschungspraxis auf dem Programm.
Das abschließende Kundenforum bot Anbietern und Kunden qualitativer Marktforschung Gelegenheit zum Austausch. Es zeigte sich, dass der Markt hinsichtlich der praktizierten Forschungsmethoden noch zu wenig transparent ist. Entsprechend thematisierten Kunden das Problem, bei der Auswahl von Instituten auf zu wenig Wissen über deren Positionierung zurückgreifen zu können.
Die lebendigen Diskussionen unter den anwesenden Forschern sowie zwischen Anbietern und Kunden offenbarten, wie groß gerade im Bereich qualitativer Marktforschung der Bedarf an informativem Austausch ist.
Programm
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Entsprechend überwältigend war auch das Interesse an der Fachtagung: Innerhalb weniger Wochen war sie restlos ausgebucht, was die Veranstalter dazu bewog, diese Fachtagung am 20. April 2005 zu wiederholen,um der großen Nachfrage gerecht zu werden.
Die Fachtagung wurde zum Anlass genommen, einen "BVM-Arbeitskreis qualitative Marktforschung" ins Leben zu rufen. Ziel dieses Arbeitskreises wird es sein, sowohl die methodische Weiterentwicklung qualitativer Forschung voranzutreiben als auch die Transparenz des Marktes zu erhöhen.
Dass das Potenzial qualitativer Marktforschung sehr groß, aber noch lange nicht vollständig erkannt und ausgeschöpft ist, brachte der Tagungsmoderator Dr. Hans-Willi Schroiff (Henkel KGaA) auf den Punkt: "Die qualitative Marktforschung ist ein Nibelungenschatz, den es zu bergen gilt." Die Fachtagung war nur ein erster Schritt, weitere werden folgen.
Eva Balzer
Bei Interesse und Fragen zum "BVM-Arbeitskreis qualitative Marktforschung" wenden Sie sich bitte an:
Eva Balzer
Email
Tel.: 06171 / 97 85 66
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