| |
Die Beiträge aus Wissenschaft und Praxis deckten die gesamte Bandbreite der Dienstleistungsmarktforschung ab und boten allen Beteiligten ausreichend Gelegenheit zur Diskussion und zum Networking. Unter der Moderation von Dr. Karin Dürr, Planung & Analyse wurden die Besonderheiten der Dienstleistungsmarktforschung sowohl allgemein als auch an zahlreichen Fallbeispielen beleuchtet. Dabei wurden nicht nur leistungsfähige Methoden vorgestellt, sondern auch deren Anwendung praxisnah diskutiert. Konkret wurden Ansätze zu Markenführung, Preisoptimierung, Methodenvernetzung, Matching von Angebot und Kunde sowie Beschwerdeanalysen präsentiert.
Professor Dr. Manfred Bruhn, Universität Basel, berichtete über den State of the Art der Marktforschung von Dienstleistungsunternehmen. Er sieht die Tendenz zum immer stärkeren Matchen von Daten und den Vormarsch integrativer Ansätze von Kundenwert-, Kundenzufriedenheitsmessung und Kundenbindung. Auch die Messung von Ereignissen wird immer häufiger als aussagekräftige Methode entdeckt. Dr. Andreas Krämer, exeo AG, referierte über Strategisches Pricing von Dienstleistungsunternehmen sowie Herausforderungen an die Marktforschung und Dr. Kai Stahr, Union Investment, über strukturelle Besonderheiten bei der Führung von Dienstleistungsmarken. Sandra Meiers stellte sehr anschaulich die Anforderungen an die Marktforschung eines Dienstleistungsunternehmens vor und wie sie das Methoden-Toolkit von O2 aufgebaut hat. Abgerundet wurde der Tag von Colette Rückert-Hennen, die die hohe Bedeutung des Beschwerde- und Qualitätsmanagements der Thomas Cook AG informativ und gleichermaßen unterhaltsam vermittelte.
Auch wurde von Markus Orth, L'TUR AG, und Dr. Florian Bauer, Vocatus AG, erstmals die Studie vorgestellt, die den diesjährigen Preis der Deutschen Marktforschung 2005 gewonnen hat: 'Matching mit Mehrwert statt Qual der Wahl' zeigt, wie man bei der Auswahl einer Urlaubsreise Kunden bei der Suche des richtigen Angebots unterstützen kann und gleichzeitig wertvolle Daten zur Weiterentwicklung des Angebots gewinnen kann.
Die Teilnehmer hatten wieder ausgiebig Gelegenheit, miteinander und mit den Referenten über Ihre Fragestellungen zu diskutieren und sich auszutauschen und zeigten sich äußerst zufrieden mit der Veranstaltung.
|
|